Daheim unterwegs

“So so, mal wieder keinen neuen Blogeintrag gebracht!”, denke ich mir regelmäßig, wenn ich meine favorisierten Blogs abgrase. Aber dieser Gedanke währt nie länger als zwei Sekunden. Weil mir dann einfällt, dass ich selbst kein Musterbeispiel bin. “Sorry” an dieser Stelle! Es gibt für mich viel zu tun, daher die kleine Durststrecke auf dem Blog. Ich habe auf jeden Fall viele Ideen und weitere Einträge sind schon in der Planung. Doch heute erst einmal Fotografien zu den schönen Seiten des Winters.

Die gute Nachricht: Ich bin treu geblieben. Meine Canona und ich, wir sind unzertrennlich. Ich fotografiere immer noch analog. Obwohl der Druck von außen nicht gerade gering ist. Letztens reagierte jemand ziemlich frech auf meine Aussage “Ich fotografiere mit einer Kamera, die älter ist als ich selbst.” Die Antwort? “Es gibt mittlerweile auch Digitalkameras.” Oh, na ja, wär mir gar nicht aufgefallen! Ohne Film? Sachen gibt’s! Verstehen kann man meinen Hang zur analogen Fotografie wohl nicht. Ich schätze auch die digitale Fotografie – digital ist praktisch.
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Spreading Wings

Spreading Wings
Hallo Freunde, der Analogfotografie! Im November habe ich mir eine Freundin geschnappt, die Rotlichtbirne eingedreht und Lichtbildcircus gemacht. Es war sehr… experimentell. Der Grundgedanke war, mit dem Licht zu spielen. Ursprünglich wollte ich feinste Partikel in der Luft zerstäuben. Der Ventilator: Sehr unkooperativ. Das Resultat: Meine Freundin hatte jede Menge Mehl im Auge. Darüber hinaus glich der Boden der Arbeitsfläche einer Backstube. Nur auf den Bildern merkt man nichts vom Mehl. Vor allen Dingen meinem Model zuliebe, nahm ich dann Abstand von den “Special Effects”.
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Lichtbildcircus

Canon A1
Willkommen, willkommen in meinem persönlichen Lichtbildcircus! Die Bilder, die sich euch bieten werden, zeugen von artistischer Körperbeherrschung, farbenfrohem Gewand und magischen Tricks. Natürlich darf auch die allseits beliebte Clownnummer nicht fehlen! Und nun Manege frei für meine reizende Assistentin – Canona!

Manege frei: Canon A1

Nun, ihr habt richtig gehört. Ich mache jetzt ordentlich Circus und habe mir eine Spiegelreflexkamera zugelegt. Das wollte ich schon immer mal tun. Die Photokina im September hatte mich ordentlich angefixt. Ich wollte mehr als Fotos von meiner langweiligen Kompaktkamera. Mehr als Winzsensor, Verzerrungen durch das integrierte Objektiv, mehr als Vollautomatik. Ich wollte Selbstbestimmung.
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Welcome to the press centre II

In Teil I meines Erfahrungsberichts zum Azubiaustausch der AIKA habe ich bereits die Hindernisse beschrieben, mit denen ich konfrontiert wurde. Die Steine, die mir in den Weg zum Pressezentrum gelegt wurden. Aber das war längst nicht alles. Und um nicht zu viel zu verraten: Teil II des Praktikums hatte unheimlich viel zu bieten! Eine Wahnsinns-Stadt, Wahnsinns-Themen und wahnsinnig interessante Leute. Teil II ist definitiv mein Favorit.

Etappe 3: Amsterdam Schiphol

In morgendlicher Frühe folgte kurz nach der Landung eine amüsante Taxifahrt durch Amsterdam. Der Taxifahrer kannte den Weg zum Hotel nicht. Sein Navi konnte man ebenfalls vergessen. Frank half mit seinem iPhone aus und erklärte dem Fahrer den Weg.

Das Hotel lag weit außerhalb der Stadt. Keine Grachten, keine verzierten Villen. Verkehrsinseln bildeten die einzigen Grünflächen. Doch der Ausblick aus meinem Hotel-Zimmer war sensationell: Eine Tankstelle. Mit dem Hotel hielten wir uns gar nicht lange auf. Nach dem Check-In ging es direkt zum Kongresszentrum.
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Welcome to the press centre I

Für ein Praktikum tauschte ich im Oktober meinen Ausbildungsplatz bei DI UNTERNEHMER gegen „PR“. Für zwei Wochen hieß es „Word & Excel“ statt „Photoshop & Illustrator“. Zielgruppe „Journalisten“ statt „Konsumenten“. Es war ein Austausch. Nicht nur, was Schwerpunkt, Software und Zielgruppe anbelangte. Was für mich ein Praktikum war, war größer gefasst ein Azubiaustausch.

Die AIKA (Allianz inhabergeführten Kommunikationsagenturen) wollte einen Azubiaustausch starten. Der Verband hat das Ziel, die Zusammenarbeit unter seinen Mitgliedern zu fördern. Mein Ausbilder und ich fanden die Idee gut. Zusammen mit anderen Ausbildern steckte er die Rahmenbedingungen für ein solches Programm ab. Für mein Praktikum wäre es schön, wenn sich die Austauschagentur in Hamburg befände. Um unseren zweiten Standort auch mal besuchen zu können. So vermittelte uns die AIKA die Hamburger Healthcare-PR-Agentur Impressum. Erst später stellte sich heraus, dass sich die Hälfte des Praktikums in einem Kongresszentrum in Amsterdam abspielen würde. Für mich ein absolutes Sahnehäubchen!

Etappenweise nahm ich den Weg zum Pressezentrum. Kämpfte mit dem Hamburger U-Bahn-Plan, mit Bugs in Worddateien, niederländischen Telefonmenüs und Schilderdieben im Kongresszentrum. Immer wieder eine Herausforderung. Die ich gerne annahm. Und letzten Endes wurde ich jedes Mal aufs Neue dafür belohnt: Mit faszinierenden Einblicken, interessanten Gesprächen und brandaktuellem medizinischem Wissen.
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Das Leben keines Filmstars

Tratsch & Klatsch

Kaum hatte sich der Drehtermin und meine Rolle darin herumgesprochen, hieß es in der Agentur: „Na, unser Filmstar?“ Nach ein paar verzweifelten Erklärungsversuchen gab ich auf. Dass meine Selbstdarstellung in einem Beitrag für WISOplus nicht an große Schauspielkunst grenzt, wollte keiner hören. „Na ja, Hollywood hat noch nicht angerufen“, war seitdem mein Statement, begleitet von einem Augenzwinkern.

Wie alles begann

Alles hatte mit einer Anfrage an meinen Chef Jan Heinritz begonnen. Eine befreundete Produktionsfirma bat um die Dreherlaubnis in den Agenturräumen. Für den Dreh zum Thema „Zeitfresser“ würden sie außerdem gerne einen Mitarbeiter beim Arbeiten filmen. Mein Ausbilder wurde mit der internen Organisation des Drehs betraut. Nun, welchen Mitarbeiter könnte man bei der Arbeit filmen? Einige schieden im Vorhinein aus. Sie hatten gerade zu wenig Zeit oder arbeiteten an streng geheimen Kundenprojekten. Für meinen Ausbilder war schnell klar: Auf die Auszubildende traf keiner der beiden Punkte zu. Und für die Auszubildende wäre das sicher eine tolle Erfahrung.
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Die Photokina gab

Man verstand sich

Polaroid auf der PhotokinaDen Donnerstag verbrachte ich auf der Photokina, der weltgrößten Messe für Fotografie.
Ich hatte die Messe unterschätzt. Während unsere Lehrerin den Ausflug freudestrahlend ankündigte, hatte ich noch nie zuvor davon gehört. Ich konnte noch nicht wissen, was mir die Photokina geben würde.

Nach zweistündiger Fahrt, hatte mich die Photokina schon sehr bald in ihren Bann gezogen. Beeindruckende Fotografien empfingen uns. Überall wurde geknipst. Keiner schräg angeschaut, weil man ein ungewöhnliches Objekt oder eine bizarre Kameraposition wählte. Menschen warteten respektvoll, anstatt durchs Bild zu laufen. Ich merkte: Man verstand sich.

Auch der Messebau ließ nicht zu wünschen übrig! Dem Auge wurde viel geboten. Hier eine Fließband-Installation mit Miniaturfiguren, da eine bizarre Skulptur. Eine Greifvogelschau. Ein Panzer.

Man konnte viel selbst machen: Kameras und Grafiktabletts ausprobieren, aber auch an Gewinnspielen teilnehmen. Ein Stand ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Ließ man sich mit einem temporären Tattoo fotografieren, nahm man an der Verlosung einer Kamera teil. Das Tattoo war dabei total kitschig mit Herz und Kamera.
Marke “I love my mum”.
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Schnipsel schieben

Fernab von Pixeln und Tastatur

Pop-Up-Collage

Das Tageslicht durchdringt kaum den grauen Schleier am Himmel, anstelle der Sonne wärmen Pullover nun unsere Körper. Es wird Herbst. Manchem mag das Szenario nicht behagen, aber besser wir stellen uns schnell darauf ein! Zum Beispiel mit einer lauschigen Beschäftigung: Dem Schnipselschieben.

Fernab von Pixeln und Tastatur werden Kataloge, Zeitungen und Magazine zu Stockphotodatenbanken. Schnell etwas Musik aufgelegt, hier ein Täschen Tee, da ein paar Kerzen angezündet. Wer nicht auf Softie-Image steht, der lässt die Kerzen weg und trinkt ein RedBull. Na bitte!
Zum “Freistellen” nehmt die Schere. Wem das zu unpräzise ist, wird in der Nagelschere ein verlässliches Tool finden. Vergesst den Grunge-Brush – stellt eure Tasse “versehentlich” auf dem Motiv ab. Abrisskante faken? Nichts leichter als das! Und sollte mal zu viel vom Motiv verloren gehen: Pech! Beim Basteln “in real life” arbeiten wir ausschließlich destruktiv. Aber genau das ist der Reiz daran: Wie erweitere ich den Hintergrund, obwohl der Schnipsel zu kurz ist? Wie retuschiere ich unschöne Details ohne Reparaturpinsel? Not macht bekanntlich erfinderisch!
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Ein Fall für “Schön und Wider”

Zweites Lehrjahr, olé!

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht! Genau ein Jahr ist es her, dass ich die Agentur zum ersten Mal um Punkt neun betreten habe. Jetzt kann ich es ja zugeben: Ich hatte vor Aufregung unglaublich wenig geschlafen ;) In den ersten Wochen war ich total aufgekratzt und konnte noch gar nicht realisieren, dass es sich nicht um ein Praktikum handelt. Mittlerweile bin ich entspannter, aber nicht weniger enthusiastisch als am Anfang.

Falls ich schon so nostalgisch wie ein alter Hase klingen sollte, dann liegt es daran, dass sich viel in meinem Leben geändert hat. Ich habe einen ganz anderen Tagesrhythmus als zu Schulzeiten. Bei fast allen Lerninhalten fangen meine Augen zu leuchten an, was in der Schulzeit nur bei meinen Leistungskursen der Fall war. Sport empfinde ich nicht mehr als Beschäftigungstherapie, sondern nach dem vielen Sitzen als echten Freiraum! Ich bin auf jeden Fall ausgeflippter und fröhlicher geworden. Keine Ahnung, ob das der kreativen Arbeit oder meinem Ausbilder zu verdanken ist. Er hat jedenfalls ganze Arbeit geleistet! Folgendes hätte ich vor einem Jahr noch nicht gewusst:
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Mager? Wahn!

Diagnose: typoverrückt

Ich gebe es zu: Ich bin dem Magerwahn verfallen. Aber bevor ihr jetzt voller Mitleid Pakete von Schokolade für mich schnürrt, seid unbesorgt: Mein Wahn bezieht sich ausschließlich auf Typografie und nicht auf Ernährung. Mit den Light-Schriftschnitten scheint es sich dennoch wie mit den Light-Lebensmitteln zu verhalten: Eines Tages waren sie da, einfach so.

Verschwörungstheorien

Über Light-Zigaretten wird geschimpft – man raucht ja doch mehr von den Dingern. Light-Molkereiprodukte werden bezichtigt, zusätzlichen Zucker zu enthalten. Aber über Light-Schriften scheint keiner zu reden. Haben sich die Design-Blogs verschworen? Ein Schweigegelübde abgelegt? Oder wurde gar eine Nachrichtensperre verhängt?
Was mich vor allem erstaunt, ist das Schweigen um die Light Slab Serifs.

Dabei sind gerade magere Egyptiennes eine verblüffende Entwicklung in der Geschichte der Typographie! Besieht man sich die Anfänge der Slab Serif zu Beginn des 19. Jahrhunderts, erkennt man ihre Bestimmung zur Plakatschrift. Dank ihrer Stabilität wurde sie auch als Zeitungsschrift verwendet: Ihre fetten Bleiserifen hielten schnellsten Rotationen der Druckpresse stand, während feinere längst abgebrochen wären.

Nun befinden wir uns im 21. Jahrhundert, im Zeitalter des Desktop-Publishings. Bleisatz ist nur noch etwas für Nostalgiker. Nur so ist die paradoxe Erfindung der Light Slab Serif zu erklären. Sie steht im Gegensatz zu ihren Vorfahren, die auch aus technischen Gründen, nicht fett genug sein konnten.
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