Alles ist Design

made in Wiesbaden

Wirklich? Alles ist Design?
Heute wurden wieder die Designtage Wiesbaden – Access All Areas auf dem Mediencampus der Hochschule RheinMain eingeläutet. Wie auch in den Vorjahren dreht sich alles um “Design made in Wiesbaden”. Wieviel Design es in der Landeshauptstadt gibt, davon kann sich jeder vom 26. bis zum 29. April 2012 selbst überzeugen.
Ob Projektausstellungen auf dem Mediencampus, Filmvorführungn oder die alljährlichen see-Conference u.v.m.: Ich bin sicher, es ist für jeden etwas dabei. Ein Blick auf das Programm der Designtage lohnt sich!

messbar

Designtage Wiesbaden

Mein persönliches Highlight der Designtage ist natürlich der Sonntag, an dem die teilnehmenden Agenturen von 11 bis 16 Uhr ihre Türen öffnen! Auch ich werde dieses Jahr in meinem Ausbildungsbetrieb vor Ort sein. Um diesen besser kennenzulernen, gibt es in den AAA-Broschüren eine Infografik, an der ich mitgewirkt habe.
Trinken Agenturmenschen tatsächlich Unmengen an Kaffee? Sind meine Kollegen und ich wirklich alle 1,78m groß?

Die messbaren Antworten und vieles mehr findet ihr in der Broschüre, von der mehrere Exemplare in den Agenturen ausliegen. Oder kommt vorbei und findet es heraus!
Ich freu mich auf euch :)

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Zwischen Leuchtkuben und Lettertanz

Die Liste

Eine schlaue Liste der “50 Gründe warum man einen Grafikdesigner nicht daten sollte” besagt in Punkt 33, Museen seien das zweite Zuhause dieser Spezies.
Ich gehe gerne ins Museum. Vorwiegend, um mir Ölgemälde der alten Meister anzuschauen, die man nicht einmal anhauchen darf, weil sie so wertvoll sind.
Entgegen meiner Vorliebe für alte Leinwände betrat ich am Wochenende das Gutenberg-Museum in Mainz. Mit einer Kollegin schaute ich mir die Sonderausstellung zu Typographie “Moving Types” an. Grauer Himmel spannte sich über Mainz. Die Gelegenheit war günstig – perfektes Museumswetter.

Willkommen in der Leuchtenabteilung

Leuchtkuben

Wir erklommen die Treppen, bis wir Leuchtwürfel in einem Gewirr von Stahlfäden erblickten.
“Sieht aus wie in einem Einrichtungshaus”, sagte ich.
Bis mir klar wurde, dass es die Ausstellung selbst war. Weder stockwerkfüllend noch über mehrere Räume erstreckt, hatte sie mich in ihrem kompakten Minimalismus überrascht.
Im Tausch gegen unsere Personalausweise bekamen wir jeweils ein iPad. Perfekt ausgerüstet traten wir den mit QR-Codes bedruckten Leuchtkuben entgegen. Schon bald versanken wir in Musikvideos, Filmtiteln, Corporate Motion und Infografiken.

“Guck mal, kommt dir das bekannt vor?”, meinte meine Kollegin und zeigte mir einen Videoclip von Bob Dylan. Er hielt Plakate mit Stichwörtern in die Kamera und blätterte sie durch. Ich fühlte mich sofort an einen Clip von “Wir sind Helden” erinnert. Woher die witzige Idee mit den Plakaten stammt, hatte ich mich nie gefragt. Wieder eine Bildungslücke geschlossen. Der Beweis, dass es sich trotz stylischer Einrichtung und moderner Technologie um ein Museum handelte.
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Goldgräbermorgen

Einen wunderschönen guten Morgen!
Ich melde mich pünktlich zum Märzanfang zurück und biete euch einen Grund, trotz fehlenden Sonnenscheins fröhlich lächelnd aufzustehen:

Mein heutiges Artwork ist inspiriert von einem Oscar gekrönten Schwarz-Weiß-Streifen sowie einem uralten Motto.
Der abgebildete Font ist angelehnt an die Schriftarten der Goldenen Zwanziger. Ich könnte euch eine ausschweifende Geschichte dazu erzählen, sage aber lieber nur eins: Ich habe ihn in mühevoller Recherchearbeit errungen und bin froh, dass sie von Erfolg gekrönt war.

Ich stelle mir vor, wie ein Fabrikant in den Zwanzigern an einem Goldgräbermorgen ein Plakat vor seinen Mitarbeitern aufhängt, eine Pfeife im Mundwinkel. Abgebildet sind ein Toast in Schnurrbartform und ein Grinsen mit Goldzahn. Der Fabrikant klatscht in die Hände, pflückt die Pfeife aus seinem Mundwinkel, atmet den Rauch aus. Die Mitarbeiter, nervös unter dem Blick des Chefs, hören ihn sagen: “Morgenstund hat Gold im Mund!”

Mit einem Zwinkern :wink: verabschiede ich mich bis zum nächsten Post und wünsche euch noch einen schönen Goldgräbermorgen!

Meet me at 12pt – Das Finale

Ihr habt gejubelt. Sie hatten schwitzige Hände.
Ihr fandet es prickelnd. Sie empfanden Herzrasen.

Sie haben alles gegeben. Jedes schmutzige Detail kam ans Licht. Jede zu Tage geförderte Schwäche ließ sie wie Butter im Wüstensand zerfließen. Ihre Träume, ihre Hoffnungen haben sie mit euch geteilt. Jetzt ist es so weit: Nun wird entschieden, wieviele Traumpaare sich unter sechs Schriftfamilien finden lassen.

Nachdem die einzelnen Schriftfamilien vorgestellt wurden, begann die Datingrunde. Dabei trafen unsere Kandidaten der weiblichen Fraktion (Helvetica, Arial, Rockwell) auf die männliche Abteilung (Trajan, Comic Sans, Gill Sans). Jede der Schriftfamilien datete drei potenzielle Partner.
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Dämonische Radieschen in den Ohren

Dämon mit Radieschen in den Ohren
Selamat sore – Guten Nachmittag, wie man auf Indonesisch zu sagen pflegt!

Seit 14 Tagen bin ich wieder aus meinem Urlaub zurück. Nachdem ich grüne Palmen im Sonnenschein hinter mir gelassen hatte, schnupperte ich für zwei Wochen in die Entwicklungsabteilung der Agentur rein. Mit gestärkten CSS-Kenntnissen und erworbenem Grundwissen in Flash melde ich mich nun wieder zurück. Ihr werdet demnächst wieder öfter von mir hören :) Und dürft euch auf das lang angekündigte Finale zu MEET ME AT 12PT freuen!

Ich habe euch ein paar Urlaubsbilder aus Bali mitgebracht und möchte euch im Folgenden drei Gründe nennen, warum ich diese Insel so sehr liebe. Sie wird mit Sicherheit auch noch einiges an Inspiration für weitere Blogeinträge bieten! Ihr dürft also gespannt sein :)
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Fischers Fritze fischt feine Fotos

Wie fotografiert ihr?

Spontan? Mit einem zugekniffenen Auge? Mit der Zungenspitze im Mundwinkel?
Habt ihr zittrige Hände oder einfach keine Geduld bei längeren Belichtungszeiten?
Bevorzugt ihr eine Spiegelreflex, schwört auf eure Kompaktkamera oder euer Handy tut’s auch?

Ich persönlich schmachte etwa jede Spiegelreflexkamera, an der ich vorbeikomme mindestens drei Sekunden an. Ich habe einfach viel zu viele gute Bilder gesehen, die mit einer Spiegelreflex aufgenommen wurden. Das ist mein rein subjektives Empfinden. Aber lässt sich wirklich anhand der Fotos bestimmen, mit welcher Kamerasorte sie aufgenommen wurden?

Lasst es uns herausfinden!

Dazu haben mein Ausbilder und ich sechs digitale Kameramodelle unterschiedlicher Preisklasse unter die Lupe genommen. Der Vergleichbarkeit halber haben wir immer denselben Ausschnitt genommen und die jeweils niedriste ISO-Empfindlichkeit eingestellt. Außerdem war die Kamera bei allen Bildern auf dem Tisch fixiert. Zudem sind sie unter denselben Lichtverhältnissen entstanden. Selbstverständlich ist keines der Bilder nachbearbeitet. Wir haben also alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Durch die verkleinerte Darstellung der Bilder werden natürlich die Qualitätsunterschiede relativiert. Daher folgen demnächst noch Ausschnitte der Bilder bei voller Größe. Die gesamte Umfrage soll ohnehin immerfort laufen. Doch sobald sich eine Tendenz in der Umfrage zeigt, werde ich sie in einem Blogeintrag festhalten. Dabei geht es nicht darum, zu beweisen, dass jene Kamera besser ist als eine andere oder gar alle anderen. Mich reizt die Frage, ob sich Fotos der Kamera zuordnen lassen, mit der sie aufgenommen wurden.

Und das waren die Testmodelle:

Panasonic DMC-G2
Systemkamera
UVP: 699,00 €
Nikon D300
Spiegelreflexkamera
UVP: 1.829,00 €
Canon PowerShot G11
Kompaktkamera
Preis: ca. 600,00 €
HTC Desire HD
Smartphone
UVP: 599,00 €
iPhone 4
Smartphone
Preis: ca. 600,00 €
ROLLEI Compactline 102
Kompaktkamera
UVP: 99,95 €

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Illustrator und ich

“Illustrator und ich – wir werden niemals Freunde!”, sagte ich noch zu Beginn meiner Ausbildung. Ein Fluchen und Seufzen meinerseits begleitete die Aussage. Mein Ausbilder lächelte weise, als ob sich jemals etwas daran ändern könnte.

Nun, vielleicht hatte er ja doch ein wenig Recht. Nachdem ich die Gaderobentür für Meet me at 12pt in Illustrator gezeichnet hatte, sprach ich nicht mehr ganz so böse über dieses faszinierende Programm. Hier ein paar Verläufe, da ein paar Schatten, alles an der richtigen Stelle – ich wurde versöhnlicher.

Nun sollte ich mich näher mit meiner persönlichen Hassliebe der Creative Suite befassen.
Die Aufgabenstellung: Entwickle drei Sympathieträger[1] , die in gewisser Weise zueinanderpassen. Vorgabe: Eine Maulwurfdame (“Miss Petunia”), ein Biber (“Tootz”) und ein Krake (“Denver”) sollten es sein.

Nun möchte ich euch stolz das Ergebnis präsentieren:

Die Sympathischen Drei

Die Maulwurfdame

Miss Petunia

Der Biber

Tootz

Der Krake

Denver

Obwohl ich zwischenzeitlich anderer Meinung war, möchte ich jetzt folgende Weisheiten zum Besten geben:

1. “Sag niemals nie”.
2. Gib “Dr. No” keine Chance.
3. Mit etwas Engagment wird man in Illustrator zum “Goldfinger”.

Sollten diese Sätze euch nicht aufmuntern, dann lasst euch von meinen knuffigen Sympathieträgern ein “Quantum Trost” spenden. Und habt noch einen schönen Tag!

Rockwell – Die Hartherzige

An dieser Stelle wieder mein allseits bekanntes Willkommen! “Meet me at 12 pt” neigt sich langsam dem Ende zu. Deshalb freue ich mich, euch noch die letzte Kandidatin vor dem großen Finale vorzustellen! Sie ist ein Klassiker ihrer Klasse und hat doch einiges mitgemacht. Beachtet: Das Kopftuch trägt sie nicht des Glaubens wegen. Sie trägt es allein, um nicht vor Gefühlskälte zu erfrieren!

Revival und Irrtum

Porträt Rockwell

Rockwell wurde 1934 als Monotype-Schriftfamilie geboren. Die Entscheidung ihres Vaters für sie war eher pragmatischer als emotionaler Natur. Denn der Amerikaner Frank Hinman Pierpont, seines Zeichen gelernter Mechaniker, war ein knallharter Geschäftsmann. Ihre Existenz verdankt Rockwell dem Revival der Egyptienne-Schriften im 20. Jahrhundert. In ihrer Entwicklung von den Mitarbeitern des Monotype-Ateliers gezeichnet, ist sie keine besonders emotionale Schrift geworden. Unverbindlich statt gefühlsbetont, das ist Rockwell. Weshalb sollte sie auch liebenswürdig sein? Zu ihren problematischen Familienverhältnissen kommt die Verwechslungsgeschichte: In einigen Werken der Literatur hatte man sie fälschlicherweise als Stymie Bold bezeichnet.
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Mission: Mach Druck!

Als ich noch ein Kind war, überstieg ein Kinosaal mit einer riesigen Leinwand meine Vorstellungskraft. Ich kannte Kino nur aus Erzählungen. Damals stellte ich es mir wie gestapelte Aussteller-Fernseher in einem Elektro-Fachgeschäft vor.

Noch vor kurzem konnte ich mir kein richtiges Bild von einer Druckerei machen. Ich dachte, dass man dort vielleicht gelbe Plastikhelme tragen würde, schließlich hat man es mit gefährlichen Maschinen zu tun! ;) Ich wusste zwar, dass eine Druckerei nicht der Aussteller-Wand für Laserdrucker in einem Elektro-Fachgeschäft gleicht. Doch wie sollte ich mir einen solchen Betrieb sonst vorstellen?

Ich hatte Glück: Eine Woche lang durfte ich mich im Rahmen eines Praktikums bei Frotscher Druck umschauen. Da ich innerhalb meiner Ausbildung bisher nur mit dem Medium “Web” in Berührung kam, ist es gut, auch mal den Print-Bereich kennenzulernen. So lautete meine Mission für eine Woche: Mach Druck!

Auf der Suche nach den gelben Helmen

Der Drucksaal
Wie die Kundenaufträge durchlief ich verschiedene Stationen der Druckerei. Das Augenmerk auf die Kriterien gerichtet, die ein gutes Printprodukt ausmachen. Immer im Hinterkopf, was mir und einer Druckerei später einmal die Zusammenarbeit erleichtern könnte.
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Gill Sans – Der Gentleman

Hello again! Ihr kennt nun fast alle Kandidaten von “Meet me at 12pt”. Doch unseren heutigen Gast solltet ihr euch nicht entgehen lassen! Ich darf so viel vorweggreifen: Er ist mein persönlicher Liebling in dieser Show. Ich könnte stundenlang von ihm schwärmen. Seine Eleganz, seine Generosität und auch noch so vielseitig! Aber wie toll er wirklich ist, könnt ihr im Folgenden herausfinden. Und so originell!

Konkurrenz für Futura

Porträt Gill Sans

Gill Sans wurde 1928 geboren. Seine Existenz verdankt er zwei Umständen: Zum einen hatte sein Vater Eric Gill bereits 1916 in Zusammenarbeit mit Edward Johnston den Font ITC Johnston auf den Weg gebracht. Zum anderen feierte die deutsche Futura in den Zwanzigern einen durchschlagenden Erfolg.

Letzterer Umstand hatte zur Folge, dass Monotype auf Eric Gill zukam. „Konkurrenz für Futura“ lautete der Auftrag. Dabei sollte Gill Sans seinem älteren Bruder Johnston ähnlich sehen. Dieser hatte sich hervorragend gemacht. Besonders hervorragend im Londoner Untergrund. Über jedem Eingang zur U-Bahn in London thront Johnston mit dem Schriftzug UNDERGROUND.
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